Zwei violette Zierlauchblüten – Symbolbild für Präzision und Symmetrie in der Speicheldrüsenchirurgie im RKM 740 HNO Düsseldorf.

Behutsamer Umgang mit feinen Strukturen

Speicheldrüsen und Speicheldrüsenchirurgie

Schwellungen vor dem Ohr oder unter dem Unterkiefer können durch eine Entzündung, einen Speichelstein oder eine Gewebeveränderung entstehen. Manche Beschwerden treten plötzlich auf, andere entwickeln sich langsam oder werden vor allem während des Essens bemerkt.

Vor einer Behandlung wird geklärt, welche Speicheldrüse betroffen ist und ob der Speichelabfluss gestört, das Drüsengewebe entzündet oder ein Knoten vorhanden ist. Nicht jede Speicheldrüsenerkrankung muss operiert werden.

Wann ist eine Abklärung sinnvoll?

Eine HNO-ärztliche Untersuchung ist unter anderem angezeigt bei:

  • wiederkehrenden Schwellungen beim Essen
  • Schmerzen vor dem Ohr oder unter dem Unterkiefer
  • einem tastbaren Knoten
  • wiederholten Entzündungen
  • anhaltender Mundtrockenheit
  • auffälligem oder eitrigem Sekret im Mund

Ein neu aufgetretener Knoten sollte auch dann untersucht werden, wenn er keine Schmerzen verursacht. Rasches Wachstum, eine Verhärtung, eine neu aufgetretene Schwäche der Gesichtsmuskulatur oder anhaltende starke Schmerzen erfordern eine zeitnahe Abklärung.

Erkrankungen der Speicheldrüsen

Speichelsteine oder Verengungen der Ausführungsgänge können den Speichelabfluss behindern. Typisch ist eine schmerzhafte Schwellung, die während oder kurz nach einer Mahlzeit zunimmt und anschließend wieder abklingt.

Entzündungen können akut oder wiederkehrend auftreten. Mögliche Ursachen sind ein blockierter Ausführungsgang, eine bakterielle oder virale Infektion, bestimmte Medikamente oder eine verminderte Speichelproduktion. Autoimmunerkrankungen wie das Sjögren-Syndrom können ebenfalls die Speicheldrüsen betreffen.

Knoten der Speicheldrüsen sind häufig gutartig. Allein durch Abtasten lässt sich jedoch nicht zuverlässig beurteilen, um welche Veränderung es sich handelt. Deshalb ist auch bei langsam wachsenden oder schmerzlosen Knoten eine genaue Diagnostik notwendig.

Diagnostik der Speicheldrüsen

Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch und die Untersuchung der Mundhöhle, der Ausführungsgänge und der betroffenen Drüse. Dabei wird geprüft, ob Speichel austritt, eine Schwellung tastbar ist oder Hinweise auf eine Entzündung bestehen.

Der Ultraschall ist bei vielen Erkrankungen der großen Speicheldrüsen die erste bildgebende Untersuchung. Er kann Speichelsteine, entzündliche Veränderungen, Zysten und Knoten sichtbar machen.

Abhängig vom Befund können eine MRT- oder CT-Untersuchung, Laborwerte oder eine Gewebeprobe notwendig werden. Bei einem unklaren Knoten kann eine ultraschallgesteuerte Feinnadelpunktion oder Stanzbiopsie zur weiteren Einordnung beitragen. Welche Untersuchung sinnvoll ist, richtet sich nach Lage, Größe und Erscheinungsbild der Veränderung.

Empfang der RKM 740 HNO-Privatpraxis in Düsseldorf
Bunte Elefantenhocker im Kinderbereich der RKM 740 HNO-Praxis Düsseldorf

Entzündungen der Speicheldrüsen

Akute Entzündungen werden abhängig von ihrer Ursache behandelt. Dazu können eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, eine gezielte Anregung des Speichelflusses und die Behandlung einer Abflussstörung gehören. Antibiotika sind bei einer nachgewiesenen oder wahrscheinlichen bakteriellen Entzündung sinnvoll, aber nicht bei jeder Schwellung notwendig.

Bei einem Abszess oder einer ausgeprägten Infektion kann eine operative Entlastung erforderlich werden.

Speichelsteine

Bei einem Speichelstein wird zunächst geprüft, ob er sich über den natürlichen Ausführungsgang oder mit einem drüsenerhaltenden Verfahren entfernen lässt. Entscheidend sind Größe, Lage und Beweglichkeit des Steins sowie der Zustand der betroffenen Drüse.

Die vollständige Entfernung einer Speicheldrüse sollte bei einer Abflussstörung nicht automatisch der erste Schritt sein. Sie kann notwendig werden, wenn drüsenerhaltende Verfahren nicht möglich oder erfolglos sind und weiterhin erhebliche Beschwerden oder chronische Entzündungen bestehen.

Speicheldrüsenknoten und Tumoren

Ob ein Speicheldrüsentumor operiert werden sollte, hängt unter anderem von der Gewebeart, dem Wachstum, der Lage und dem persönlichen Operationsrisiko ab. Bei bestimmten gutartigen Tumoren ist eine Entfernung sinnvoll, weil sie weiterwachsen oder sich in seltenen Fällen verändern können. Andere Befunde lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen kontrollieren.

Besteht der Verdacht auf einen bösartigen Tumor, werden Diagnostik und Behandlung entsprechend erweitert und bei Bedarf interdisziplinär geplant.

Speicheldrüsenoperation

Bei einer Operation an der Ohrspeicheldrüse richtet sich der Umfang nach Lage und Art des Befundes. Der Gesichtsnerv verläuft durch die Drüse und muss während des Eingriffs sorgfältig dargestellt und geschützt werden.

Das intraoperative Neuromonitoring unterstützt die Identifikation und Überwachung des Nervs. Es erhöht die operative Sicherheit, kann eine vorübergehende oder dauerhafte Beeinträchtigung jedoch nicht vollständig ausschließen.

Bei einer Operation der Unterkieferspeicheldrüse werden ebenfalls wichtige Nerven für Unterlippe und Zunge berücksichtigt. Welche Drüsenanteile entfernt werden müssen und wo der Hautschnitt verläuft, wird vor dem Eingriff erläutert.

Feinchirurgische Operation an der Speicheldrüse – präzise mikrochirurgische Versorgung im RKM740-HNO Düsseldorf mit Erfahrung und sicherer Routine in Düsseldorf.

Früh erkennen, richtig behandeln

Nachsorge nach der Speicheldrüsenoperation

Nach dem Eingriff können Schwellungen, Blutergüsse, Schmerzen und vorübergehende Taubheitsgefühle auftreten. Abhängig vom Operationsumfang wird zeitweise eine Drainage eingelegt, über die Wundflüssigkeit abfließen kann.

Die Heilung und die Funktion der angrenzenden Nerven werden bei den Nachkontrollen überprüft. Das feingewebliche Ergebnis wird nach Vorliegen ausführlich besprochen. Wie lange eine körperliche Schonung notwendig ist, hängt vom Eingriff und vom persönlichen Heilungsverlauf ab.

Risiken der Speicheldrüsenchirurgie

Zu den möglichen Risiken gehören Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen, auffällige Narben und Veränderungen der Hautempfindung. Nach einer Operation der Ohrspeicheldrüse können außerdem Speichelansammlungen oder Schwitzen und Hautrötung beim Essen auftreten.

Besonders bedeutsam ist das Risiko einer vorübergehenden oder dauerhaften Schwäche einzelner Äste des Gesichtsnervs. Bei Operationen unter dem Unterkiefer können Nerven betroffen sein, die die Unterlippe, die Beweglichkeit oder das Gefühl der Zunge beeinflussen. Die persönlichen Risiken werden anhand des geplanten Eingriffs erläutert.

Speicheldrüsenchirurgie bei Dr. Gründemann

Die Diagnostik und operative Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen gehört zu den Schwerpunkten von Dr. med. Stephanie Gründemann.

Sie verfügt über mehr als 30 Jahre klinische Erfahrung, darunter über 20 Jahre als Oberärztin. Zu ihren operativen Schwerpunkten gehören Eingriffe an den Halsweichteilen und den Speicheldrüsen.

HNO-Praxis, Operationsbereich und Bettenstation befinden sich im RKM 740 unter einem Dach. Diagnostik, Operation und Nachsorge können dadurch eng aufeinander abgestimmt werden.

Häufige Fragen

Ist jeder Knoten bösartig?

Nein. Viele Speicheldrüsentumoren sind gutartig. Trotzdem sollte jeder neu aufgetretene Knoten untersucht werden, da sich seine Art durch Abtasten allein nicht sicher bestimmen lässt.

Muss die Drüse immer entfernt werden?

Nein. Bei Speichelsteinen und Gangverengungen wird zunächst geprüft, ob eine drüsenerhaltende Behandlung möglich ist. Bei Tumoren oder einer stark geschädigten Drüse kann eine teilweise oder vollständige Entfernung notwendig werden.

Schützt Neuromonitoring den Gesichtsnerv?

Das Neuromonitoring hilft, den Verlauf und die Funktion des Nervs während der Operation zu kontrollieren. Es unterstützt die operative Sicherheit, kann eine Nervenschädigung aber nicht vollständig verhindern.

Bleibt eine sichtbare Narbe?

Die Schnittführung wird nach Möglichkeit in natürliche Hautlinien gelegt. Eine Narbe bleibt dennoch zurück. Wie auffällig sie später ist, hängt vom Eingriff und von der persönlichen Narbenbildung ab.

Portrait von Dr. Stephanie Gründemann, HNO-Ärztin in der RKM 740 HNO-Praxis Düsseldorf

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Ihre Anreise

Die HNO-Privatpraxis im RKM 740 liegt zentral in Düsseldorf und ist sowohl aus dem Rheinland als auch aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Patient aus der Region und darüber hinaus finden bei uns eine spezialisierte Diagnostik und operative Behandlung von Speicheldrüsenerkrankungen, insbesondere Speichelsteinen und Speicheldrüsentumoren.

Adresse

RKM 740 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. med. Christoph Bergmann

Pariser Str. 89
40549 Düsseldorf

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Helles Patient:innenzimmer mit modernem Interieur in der RKM 740 Facharztklinik Düsseldorf
Heller Klinikflur mit moderner Architektur und Kunstwerken an den Wänden in der RKM 740 Facharztklinik Düsseldorf
Außenansicht des RKM 740 Towers in Düsseldorf, entworfen von Architekt Jürgen Mayer H., mit der RKM 740 Facharztklinik.