Präzise Diagnostik dank moderner DVT
Digitale Volumentomografie
Die Digitale Volumentomografie (DVT) ist ein dreidimensionales Röntgenverfahren für die Untersuchung feiner knöcherner Strukturen im Kopfbereich. In der HNO-Heilkunde wird sie vor allem eingesetzt, wenn für eine Diagnose oder die Planung einer Behandlung räumliche Aufnahmen der Nasennebenhöhlen, des Mittelgesichts oder des Ohres benötigt werden.
Im RKM 740 HNO in Düsseldorf kann die DVT direkt mit der HNO-ärztlichen Untersuchung verbunden werden. Ob eine Aufnahme sinnvoll ist, wird anhand der Beschwerden, der bisherigen Befunde und bereits vorhandener Bilder entschieden.
Was zeigt die DVT?
Während der Untersuchung entstehen zahlreiche einzelne Röntgenaufnahmen aus unterschiedlichen Richtungen. Die Strahlendosis wird dabei so niedrig gewählt, wie es für die jeweilige diagnostische Fragestellung und den benötigten Aufnahmebereich sinnvoll ist. Daraus wird ein dreidimensionaler Datensatz berechnet, der sich in verschiedenen Ebenen betrachten lässt und eine genaue räumliche Beurteilung ermöglicht.
Besonders gut stellt die DVT Knochen, luftgefüllte Räume und ihre anatomischen Grenzen dar. Dazu gehören unter anderem die feinen Strukturen der Nasennebenhöhlen, des Mittelohres und der seitlichen Schädelbasis.
Weichteile lassen sich mit einer DVT dagegen nur eingeschränkt beurteilen. Wenn Muskeln, Nerven, Gefäße oder andere Weichteilstrukturen im Mittelpunkt der Fragestellung stehen, können eine Computertomografie oder Magnetresonanztomografie geeigneter sein.
Wann ist eine DVT sinnvoll?
Eine DVT kann in der HNO-Heilkunde unter anderem bei folgenden Fragestellungen eingesetzt werden:
- chronische oder wiederkehrende Erkrankungen der Nasennebenhöhlen
- anatomische Engstellen der Nase und Nasennebenhöhlen
- Planung einer Nasennebenhöhlenoperation
- knöcherne Veränderungen des Mittelohres
- Beurteilung der seitlichen Schädelbasis
- ausgewählte Fehlbildungen oder Verletzungen
- knöcherne Veränderungen des Kiefergelenks
- Lagebeziehung von Zahnwurzeln und Kieferhöhle
Die DVT ist keine Routineuntersuchung bei jeder HNO-Beschwerde. Sie wird eingesetzt, wenn die Aufnahme eine medizinische Frage beantworten kann und das Ergebnis voraussichtlich Einfluss auf die weitere Behandlung hat.
DVT, CT oder MRT?
Welches bildgebende Verfahren geeignet ist, hängt von der untersuchten Region und der medizinischen Fragestellung ab.
Die DVT bietet eine hohe räumliche Auflösung für feine knöcherne Strukturen. Der Aufnahmebereich kann auf die benötigte Region begrenzt werden, sodass die Strahlenexposition gezielt an die medizinische Fragestellung angepasst werden kann.
Eine Computertomografie kann sinnvoll sein, wenn ein größerer Bereich oder neben den Knochen auch bestimmte Weichteile beurteilt werden müssen. Die Magnetresonanztomografie arbeitet ohne Röntgenstrahlung und eignet sich besonders für viele Fragestellungen an Weichteilen, Nerven und Gefäßen.
Die Verfahren sind daher nicht beliebig austauschbar. Entscheidend ist, welche Bildgebung im jeweiligen Fall die benötigten Informationen liefert.
Strahlenbelastung bei der DVT
Die DVT arbeitet mit Röntgenstrahlung und ist deshalb nicht strahlenfrei. Wie hoch die Strahlenbelastung ausfällt, hängt unter anderem vom untersuchten Bereich, der gewählten Auflösung, dem Gerät und dem Aufnahmeprotokoll ab.
Deshalb wird nur der Bereich aufgenommen, der für die medizinische Fragestellung notwendig ist. Bereits vorhandene Röntgen-, DVT- oder CT-Aufnahmen sollten zur Untersuchung mitgebracht oder vorab übermittelt werden. So lassen sich unnötige Wiederholungen vermeiden.
Präzision in 3D – für eine exakte Diagnose
Ablauf der DVT-Untersuchung
Eine besondere Vorbereitung ist in der Regel nicht erforderlich. Vor der Aufnahme müssen Gegenstände abgelegt werden, die den untersuchten Bereich überlagern oder Bildstörungen verursachen können. Dazu gehören beispielsweise Brillen, Schmuck, Hörgeräte und herausnehmbarer Zahnersatz.
Während der Aufnahme sitzen Patient:innen ruhig im Gerät. Die Aufnahmeeinheit bewegt sich einmal um den Kopf. Wichtig ist, den Kopf währenddessen möglichst nicht zu bewegen, da Bewegungen die Bildqualität beeinträchtigen können.
Die Aufnahme selbst dauert nur kurze Zeit. Einschließlich Positionierung und Kontrolle ist die Untersuchung meist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Ein Kontrastmittel wird für die DVT nicht benötigt.
DVT-Befund und Behandlungsplanung
Nach der Untersuchung wird der dreidimensionale Datensatz ärztlich ausgewertet. Dabei werden die Aufnahmen nicht isoliert betrachtet, sondern mit den Beschwerden und den Ergebnissen der HNO-ärztlichen Untersuchung abgeglichen.
Die DVT kann beispielsweise zeigen, ob die Nasennebenhöhlen belüftet sind, anatomische Engstellen bestehen oder knöcherne Veränderungen vorliegen. Der Befund kann anschließend in die weitere Diagnostik, eine konservative Behandlung oder die Planung eines Eingriffs einbezogen werden.
Häufige Fragen
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Nein. Die DVT ist eine berührungsarme Untersuchung und verursacht keine Schmerzen. Wichtig ist lediglich, während der Aufnahme ruhig zu sitzen.
Brauche ich Kontrastmittel?
Nein. Für eine Digitale Volumentomografie ist kein Kontrastmittel erforderlich.
Ist die DVT eine enge Röhre?
Nein. Das Gerät ist seitlich offen. Die Aufnahmeeinheit bewegt sich während der Untersuchung um den Kopf.
Stören Zahnimplantate die Aufnahme?
Metallische Zahnfüllungen, Implantate oder anderer festsitzender Zahnersatz können Bildstörungen verursachen. Ob diese für die jeweilige Fragestellung relevant sind, hängt von ihrer Lage und dem untersuchten Bereich ab.
Was gilt in der Schwangerschaft?
Eine bestehende oder mögliche Schwangerschaft sollte vor der Untersuchung mitgeteilt werden. Anschließend wird geprüft, ob die Aufnahme notwendig ist, verschoben werden kann oder ein anderes Verfahren infrage kommt.
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Ihre Anreise
Die HNO-Privatpraxis im RKM 740 liegt zentral in Düsseldorf und ist aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet gut erreichbar.
Adresse
RKM 740 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. med. Christoph Bergmann
Pariser Str. 89
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