Innovative Verfahren für Ihre Stimmgesundheit
Behandlung von Kehlkopfveränderungen
Veränderungen am Kehlkopf können die Stimme, das Schlucken oder die Atmung beeinträchtigen. Häufig handelt es sich um Entzündungen, funktionelle Störungen oder gutartige Veränderungen der Stimmlippen. Hinter anhaltenden Beschwerden kann jedoch auch eine behandlungsbedürftige Gewebeveränderung stehen.
Welche Behandlung sinnvoll ist, lässt sich erst nach einer genauen Untersuchung beurteilen. Nicht jede Stimmveränderung muss operiert werden.
Wann ist eine Abklärung sinnvoll?
Eine HNO-ärztliche Untersuchung ist insbesondere angezeigt bei:
- anhaltender oder wiederkehrender Heiserkeit
- einer veränderten, schwachen oder schnell ermüdenden Stimme
- Schmerzen beim Sprechen oder Schlucken
- häufigem Räusperzwang oder Fremdkörpergefühl
- Husten, Atemgeräuschen oder Luftnot
Heiserkeit, die länger als vier Wochen besteht, sollte durch eine Kehlkopfuntersuchung abgeklärt werden. Bei Raucher:innen, einem tastbaren Knoten am Hals, Bluthusten, deutlichen Schluckbeschwerden oder zunehmender Atemnot ist eine frühere Untersuchung notwendig. Akute Luftnot ist ein Notfall.
Diagnostik von Kehlkopf und Stimmlippen
Kehlkopf und Stimmlippen werden zunächst mit einem Endoskop untersucht. Dieses wird je nach Fragestellung über die Nase oder den Mund geführt. Dabei lassen sich Schleimhaut, Beweglichkeit und Schluss der Stimmlippen direkt beurteilen.
Bei Stimmstörungen kann eine Stroboskopie sinnvoll sein. Sie stellt die feinen Schwingungen der Stimmlippen verlangsamt dar und kann Veränderungen sichtbar machen, die bei einer normalen Kehlkopfspiegelung nicht sicher zu erkennen sind.
Ist ein Befund unklar oder auffällig, kann eine Untersuchung in Narkose mit Entnahme einer Gewebeprobe notwendig werden. Eine Panendoskopie oder eine zusätzliche Bildgebung durch CT oder MRT erfolgt nicht routinemäßig, sondern bei einer entsprechenden medizinischen Fragestellung.
Behandlung von Kehlkopfveränderungen
Die Therapie richtet sich nach der Ursache, der Dauer der Beschwerden und dem Untersuchungsbefund. Auch die berufliche und persönliche Beanspruchung der Stimme wird berücksichtigt.
Medikamente und Stimmtherapie
Entzündliche Veränderungen können je nach Ursache medikamentös behandelt werden. Antibiotika, Kortison oder Medikamente gegen einen vermuteten Reflux sind bei Heiserkeit jedoch keine automatische Standardbehandlung. Ihr Einsatz sollte auf einem konkreten Befund beruhen.
Bei funktionellen Stimmstörungen, Überlastung oder bestimmten gutartigen Veränderungen ist häufig eine logopädische Stimmtherapie sinnvoll. Sie kann helfen, ungünstige Stimmmuster zu verändern und die Belastbarkeit der Stimme zu verbessern. Auch vor oder nach einer Operation kann sie Teil der Behandlung sein.
Kehlkopfmikrochirurgie
Eine Operation kann unter anderem bei Stimmlippenpolypen, Zysten, Papillomen oder anderen umschriebenen Gewebeveränderungen notwendig werden. Auch ein unklarer Befund kann eine Gewebeentnahme erfordern.
Die Mikrolaryngoskopie erfolgt in Vollnarkose über den Mund. Der Kehlkopf wird mit einem starren Instrument eingestellt und unter Vergrößerung untersucht. Äußere Hautschnitte sind dafür nicht erforderlich.
Je nach Befund wird die Veränderung vollständig entfernt oder zunächst eine Probe entnommen. Besonders an den Stimmlippen ist ein zurückhaltendes Vorgehen wichtig, da bereits kleine Narben deren Schwingungsverhalten beeinflussen können.
Laserbehandlung
Bei ausgewählten Kehlkopfveränderungen kann ein Laser eingesetzt werden. Er ermöglicht eine gezielte Bearbeitung oder Abtragung von Gewebe. Ob der Laser tatsächlich einen Vorteil bietet, hängt jedoch von Art, Lage und Ausdehnung des Befundes ab. Er ist nicht bei jeder Veränderung die beste oder schonendste Lösung.
Gewebeuntersuchung
Entnommenes Gewebe wird feingeweblich untersucht. Erst diese Untersuchung kann bei auffälligen Veränderungen zuverlässig klären, um welche Art von Gewebe es sich handelt.
Sollte sich ein bösartiger Befund ergeben, werden die weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte abhängig von Art und Ausdehnung der Erkrankung geplant. Dazu kann die Abstimmung mit einem spezialisierten interdisziplinären Tumorzentrum gehören.
Nachsorge nach dem Eingriff
Nach einer Kehlkopfoperation kann die Stimme zunächst rauer oder schwächer sein. Auch Halsbeschwerden, Schluckschmerzen oder ein Fremdkörpergefühl sind vorübergehend möglich.
Wie lange die Stimme geschont werden sollte, richtet sich nach dem Eingriff. Vollständige Stimmruhe ist nicht nach jeder Operation notwendig und sollte nicht eigenständig verlängert werden. Flüstern ist keine geeignete Form der Stimmschonung, da es den Kehlkopf zusätzlich belasten kann.
Kontrolluntersuchungen dienen dazu, die Wundheilung und die Entwicklung der Stimme zu beurteilen. Abhängig vom Befund kann anschließend eine logopädische Behandlung empfohlen werden.
Risiken und Grenzen
Mögliche Risiken einer Kehlkopfmikrochirurgie sind Nachblutungen, Infektionen, Schwellungen, vorübergehende Schluckbeschwerden sowie Verletzungen an Lippen, Zunge oder Zähnen durch die notwendigen Instrumente.
An den Stimmlippen können Narben oder Unregelmäßigkeiten entstehen, die den Stimmklang verändern. Eine vorübergehende Verschlechterung der Stimme ist nach dem Eingriff möglich; bleibende Veränderungen sind seltener, können aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Einige Erkrankungen können erneut auftreten und weitere Behandlungen erforderlich machen.
Kehlkopfmedizin im RKM 740 HNO
Die Diagnostik und Behandlung von Kehlkopfveränderungen wird im RKM 740 HNO von Prof. Dr. med. Christoph Bergmann und Dr. med. Stephanie Gründemann betreut.
Prof. Bergmann verfügt durch seine klinische und wissenschaftliche Tätigkeit am Universitätsklinikum Essen über besondere Erfahrung mit Erkrankungen und Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs.
Dr. Gründemann bringt mehr als 30 Jahre klinische Erfahrung auf dem gesamten Gebiet der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde mit. Zu ihren Schwerpunkten gehören auch die Diagnostik und Behandlung von Schluckstörungen.
HNO-Praxis, Operationsbereich und Bettenstation befinden sich im RKM 740 unter einem Dach. Diagnostik, Eingriff und Nachsorge können dadurch eng aufeinander abgestimmt werden.
Häufige Fragen
Ist jede Veränderung bösartig?
Nein. Viele Veränderungen am Kehlkopf sind entzündlich, funktionell oder gutartig. Ein auffälliger Befund sollte dennoch genau untersucht werden. In manchen Fällen ist eine Gewebeprobe notwendig.
Muss immer operiert werden?
Nein. Je nach Ursache kommen zunächst Medikamente, Stimmtherapie oder regelmäßige Kontrollen infrage. Eine Operation wird empfohlen, wenn sie medizinisch notwendig ist oder von ihr eine relevante Verbesserung erwartet werden kann.
Ist die Untersuchung schmerzhaft?
Die Kehlkopfspiegelung ist für die meisten Patient:innen gut tolerierbar. Bei einer Untersuchung über die Nase kann bei Bedarf ein lokal betäubendes Spray verwendet werden.
Wie lange muss die Stimme ruhen?
Das hängt von der Art und dem Umfang des Eingriffs ab. Die Empfehlung reicht von einer kurzen vollständigen Stimmruhe bis zu einer schrittweisen Belastung. Die genaue Dauer wird nach der Operation festgelegt.
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Wir freuen uns auf Sie.
Ihre Anreise
Die HNO-Privatpraxis im RKM 740 liegt zentral in Düsseldorf und ist sowohl aus dem Rheinland als auch aus dem Ruhrgebiet gut erreichbar. Patient:innen mit anhaltender Heiserkeit, Stimmstörungen oder Verdacht auf Kehlkopfveränderungen finden bei uns eine spezialisierte HNO-ärztliche Abklärung.
Adresse
RKM 740 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Prof. Dr. med. Christoph Bergmann
Pariser Str. 89
40549 Düsseldorf
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